Rückblick Tag 5, letzter Tag (Bildergalerie)

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das war der fünfte und letzte Tag …

Das war´s! Das Utopien-Fest ist gestern Abend mit einer letzten utopischen Versammlung auf dem Rathausplatz zu Ende gegangen. Weit über hundert Wünsche, Anregungen, Utopien und Visionen sind in den letzten fünf Tagen bei ABSCHAFFEN+ANFANGEN gesammelt worden. Eine der schönsten Utopien war vielleicht, Erlangen sowohl ans Meer als auch an die Berge zu verlegen. Eine der am emphatischsten vorgetragenen, in Erlangen ein gesellschaftliches Zusammenleben frei von religiösen, politischen oder privaten Vorurteilen zu gestalten und das Positive eines bürgerlichen Miteinanders nicht aus den Augen zu verlieren.

Wie das konkret aussehen kann, zeigte gestern Vormittag das Anwohner*innenfrühstück in der Goethe-, Heuwaag- und Hauptstraße bei dem sich nicht nur die Mitarbeiter*innen des Theaters mit ihrem Tisch auf die autofreie Straße zum Frühstücken setzten, sondern tatsächlich auch viele Anwohner*innen. Ob türkische Großfamilie, bunte Nachbarschaftsrunde oder entspanntes Arbeitstreffen: Die Stimmung war friedlich und man fühlte sich wie in einer Oase des gemeinsamen Miteinanders. Ach, wenn’s doch immer so wäre … Bei den Raumteilern konnte man sich zwischen zwei Brötchen dann auch gleich über neue Wohnkonzepte informieren oder in der Gesprächsrunde Schule von morgen überlegen, was es in Zukunft die Schule betreffend nicht mehr geben sollte. Die Diskussionsrunde bestand aus Schülerinnen des Jugendparlaments, dem Schulleiter der neuen Eichendorff-Schule, einer ehemaligen Elternbeirätin sowie der Kultur- und Bildungsreferentin der Stadt Erlangen und sollte sich auf alle Fälle wieder treffen, um in einem größeren Auditorium das Potential weiter zu nutzen. Denn eins wurde klar: Es gibt viel zu verändern.

Beim Bürger*innen-Brunch luden Jugendliche Erlanger*innen in ihre story-box ein, um Ideen zu sammeln, wie die Erlanger Innenstadt in 20 Jahren aussehen könnte. All die Antworten werden festgehalten und demnächst dem Oberbürgermeister übergeben. Eine tolle Aktion, die zeigte, dass nicht nur Erwachsene ein Interesse an der Zukunft unserer Stadt haben.

Nach dem Schlossgartenkonzert bei schönstem Sonnenschein lud der Creative Park zum Verweilen ein. An mehreren Stationen konnte man sich sammeln, stärken und inspirieren lassen. Parallel dazu gab es auf dem Marktplatz während der Pulse of Europe-Demonstration eine bildgewaltige Aktion, bei der eine Mauer der Vorurteile und Ausgrenzung effektvoll eingerannt wurde. Mit Leben gefüllt wurde das vorurteilsfreie Miteinander dann am Nachmittag beim Ersten Büchenbacher Stadtteilpicknick, veranstaltet vom Bürgertreff Die Scheune, bei dem auch Schauspieler des Theaters Erlangen vorbeischauten und einen Voguing-Tanzworkshop abhielten. Ausschnitte davon sind ab September in der Inszenierung Die bleichen Füchse im Theater Erlangen zu sehen.

In Kooperation mit dem Institut für Theater- und Medienwissenschaft wurde in einem Rollentausch für die jeweils andere Seite visioniert, was sich in der Uni und im Theater ändern könnte. Außerdem machten sich viele Studierende Gedanken über das STADTTHEATER DER ZUKUNFT. Ergebnisse wurden u. a. in einem Videobeitrag festgehalten und in Kurzstatements vorgetragen.

… Am Ende stellt sich die Frage: Was bleibt? Hat das Utopien-Fest etwas oder jemanden bewegt?

Bewegende Momente jedenfalls gab es einige. Beim musikalischen Flashmob am Freitag zum Beispiel, zu dem der Fotograf Arne Seebeck, der das Utopien-Fest mit seiner Kamera begleitet hat, treffend festhielt: „Miteinander etwas anfangen. Muss das denn so oft eine Utopie bleiben?“

Wir sind gespannt, welche Reaktionen es im Nachhinein noch geben wird. Für uns bleibt indes: Das Wissen darum, wie viel möglich ist, wenn man den ersten Schritt wagt und mutig für eine offene Gesellschaft eintritt.

Erschöpft aber glücklich möchten wir uns noch einmal ausdrücklich bei allen bedanken, die sich engagiert und eingebracht haben!

HERZLICHEN DANK!

* * *

„Die Utopie sie steht am Horizont.
Ich bewege mich zwei Schritte auf sie zu
und sie entfernt sich um zwei Schritte.
Ich mache weitere 10 Schritte
und sie entfernt sich um 10 Schritte.
Wofür ist sie also da, die Utopie?
Dafür ist sie da:
um zu gehen!“
Fernando Birri

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s